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Was tun bei Mundhöhlenkrebs?

Die Zahl der Neuerkrankungen an Mundhöhlenkrebs steigt jährlich an und betrifft auch immer mehr Menschen ausserhalb der eigentlichen Risikogruppe. 

Hier findest du alle wichtigen Informationen im Überblick: Was genau ist Mundhöhlenkrebs eigentlich? Wie erkennt man ihn? Wie stehen die Heilungschancen? Wie sieht die Behandlung aus? Und was kannst du selbst tun, um das Risiko weitestgehend zu minimieren?

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Jan 2024
https://curaprox.ch/de/blog/post/was-tun-bei-mundhohlenkrebs
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https://curaprox.ch/de/blog/post/was-tun-bei-mundhohlenkrebs

Das Wichtigste in Kürze

  • Definition: Mundhöhlenkrebs – auch Mundkrebs genannt – ist ein bösartiger Tumor im Mund-Rachen-Raum, der sich über die Lymphknoten und Blutbahn streuen und Metastasen in anderen Organen bilden kann.
  • Symptome: Die ersten Anzeichen für Mundhöhlenkrebs können weisse, rote oder graue Flecken sein, die nicht abwischbar sind, sowie raue oder verhärtete Stellen. Auch ein Taubheitsgefühl kann auf Mundkrebs hinweisen.
  • Ursachen: Rauchen und regelmässiger Alkoholkonsum erhöhen das Risiko für Mundhöhlenkrebs drastisch. Schlechte Mundhygiene, HPV-Infektionen sowie ständige Irritationen der Mundschleimhaut können ebenfalls Auslöser sein.
  • Diagnose: Der Arzt untersucht die Mundhöhle und den Rachenbereich gründlich und entnimmt eine Gewebeprobe. Bei Bestätigung des Verdachts auf Mundhöhlenkrebs kommen ausserdem bildgebende Verfahren wie MRT oder CT zum Einsatz.
  • Behandlung: Um den Tumor zu entfernen, ist meistens eine Operation nötig. Diese kann mit einer Strahlentherapie und/oder Chemotherapie kombiniert werden.
  • Prognose: Je früher der Mundkrebs erkannt wird, desto besser stehen die Heilungschancen. Die mittlere Fünf-Jahres-Überlebensrate beträgt 50 Prozent.
  • Prophylaxe: Wer nicht an Mundhöhlenkrebs erkranken möchte, sollte das Rauchen aufgeben und den Alkoholkonsum minimieren. Ausserdem wichtig sind eine gründliche Mundhygiene und regelmässige Kontrolluntersuchungen.

Definition Mundhöhlenkrebs

Um Mundhöhlenkrebs zu definieren, müssen wir zunächst verstehen, was genau Krebs eigentlich ist. Jeder hat schonmal davon gehört und weiss, dass es sich um eine gefährliche Erkrankung handelt. Aber was genau dahintersteckt, ist nicht immer klar.

Exkurs: Was genau ist Krebs eigentlich?

Die Zellen in unserem Körper erneuern sich regelmässig – manche schneller, manche langsamer. Dabei sterben alte Zellen ab und werden durch neue Zellen mit denselben Erbinformationen ersetzt. Das ist eine ganz normale Körperfunktion. Krebs entsteht, wenn diese Ordnung aus dem Gleichgewicht gerät und Zellen mit veränderten Erbinformationen vom Körper nicht erkannt und vernichtet werden. Diese veränderten Krebszellen vermehren sich schneller als gewöhnliche Körperzellen und verdrängen somit die gesunden Zellen. Sie sterben auch nicht mehr ab, sondern vermehren sich unkontrolliert.

Gefährlich wird es, wenn sich Krebszellen – vom Immunsystem unbemerkt – über die Blutbahnen oder das Lymphsystem im gesamten Körper ausbreiten und sich als sogenannte Metastasen in den lebenswichtigen Organen ansiedeln und deren Funktion beeinträchtigen.

Was genau ist Mundhöhlenkrebs?

Mundhöhlenkrebs beziehungsweise Mundkrebs (Fachbegriff: Mundhöhlenkarzinom) bezeichnet einen bösartigen Tumor im Bereich der Mundhöhle. Dabei geht die Krebserkrankung in 95 Prozent der Fälle vom Plattenepithel, der obersten Zellschicht der Mundschleimhaut, aus.

Metastasen bilden sich häufig in den Lymphknoten. Über die Blutbahn können sich aber auch in anderen Organen Metastasen bilden – zum Beispiel in Lunge, Leber und Nebennieren.

Diese Bilder zeigen dir ein Mundhöhlenkarzinom einerseits als Foto, andererseits als Rasterelektronenmikroskopie (SEM). Dort kannst du deutlich erkennen, dass die Krebszellen unkontrolliert wachsen und gesundes Gewebe verdrängen.

Bild eines männlichen Patienten mit Mundhöhlenkarzinom

Diese Bilder zeigen Mundhöhlenkrebs auf der Zunge.

Häufigkeit von Mundhöhlenkrebs

Mundhöhlenkarzinome machen etwa fünf Prozent aller bösartigen Tumore aus. In Deutschland erkranken pro Jahr etwa 12’000 Menschen an Mundhöhlenkrebs. In der Schweiz sind es circa 1’200. Dabei sind etwa zwei Drittel der Betroffenen Männer. Allerdings sind auch Frauen immer häufiger betroffen. Bei Männern sind Mundhöhlenkarzinome die siebthäufigsten bösartigen Tumore – bei Männern unter 50 steht Mundkrebs sogar direkt nach Hodenkrebs an zweiter Stelle.

Männer sind am häufigsten im Alter von 55 bis 65 Jahren betroffen, Frauen zwischen 50 und 75. Es erkranken allerdings auch immer mehr Menschen in jungen Jahren – zum Beispiel mit 20, mit 25 oder mit 30 Jahren. Circa zehn Prozent der Betroffenen sind zum Diagnosezeitpunkt unter 50. Bei Kindern ist Mundhöhlenkrebs extrem selten.

Weltweit erkranken etwa 200’000 bis 350’000 Menschen pro Jahr an Mundhöhlenkrebs – Tendenz steigend.

Prognose: Wie sind die Heilungschancen bei Mundhöhlenkrebs?

Je früher der Mundkrebs entdeckt wird, desto besser stehen die Heilungschancen. Tatsächlich ist Mundhöhlenkrebs in 80 bis 90 Prozent der Fälle heilbar, wenn er im Frühstadium erkannt wird. Allerdings werden 70 Prozent der Mundhöhlenkarzinome erst im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert, was die Behandlung schwieriger und die Prognose schlechter macht. Studien zufolge kommt es häufig nach einer erfolgreichen Behandlung innerhalb von zwei Jahren zu einem Rückfall. Auch hierfür ist das Risiko höher, wenn der Mundhöhlenkrebs zum Diagnosezeitpunkt bereits fortgeschritten ist.

Verallgemeinernde Prognosen über die Dauer und den Erfolg der Behandlung können wir leider nicht geben, weil das vom individuellen Verlauf abhängt.

Wichtige Faktoren, die Einfluss auf die Prognose haben, sind:

  • Grösse des Tumors
  • Ausbreitung (insbesondere Bildung von Metastasen in den Lymphknoten)
  • Aggressivität des Tumors

Lebenserwartung bei Mundhöhlenkrebs

Der Wert, mit dem die Überlebenschancen von Krebspatient:innen in der Regel angegeben wird, ist die mittlere Fünf-Jahres-Überlebensrate. Dieser Wert bezeichnet den Anteil der Patient:innen, die fünf Jahre nach der Diagnose noch leben. Bei Mundhöhlenkrebs sind das 50 Prozent. Das bedeutet, dass 50 Prozent der Patient:innen innerhalb von fünf Jahren nach der Diagnose sterben. Die anderen 50 Prozent sind entweder geheilt oder leben trotz Krebserkrankung länger als fünf Jahre.

Symptome: Wie erkennt man Mundkrebs?

Der Verlauf von Mundhöhlenkrebs enthält verschiedene Stadien. Um die Erkrankung möglichst frühzeitig erkennen zu können, solltest du die Anzeichen kennen.

Erste Anzeichen für Mundhöhlenkrebs

Diese Anzeichen können allgemein auf Mundhöhlenkrebs hindeuten:

  • Flecken im Mundbereich: Weisse, graue oder rote, nicht abwischbare Flecken im Mundbereich solltest du unbedingt beobachten. Viele Menschen tun sie als Druckstellen durchs Tragen von Prothesen oder Bissverletzungen ab. Sollten die Flecken nicht innerhalb von zwei Wochen verschwinden, solltest du sie lieber ärztlich untersuchen lassen.
  • Raue, verhärtete Stellen im Mund
  • Taubheitsgefühl an Lippen, Zähnen oder Zunge
  • Mundgeruch
  • Blutungen (ohne dass die Schleimhaut verletzt wurde)
  • Schmerzen beim Kauen und Schlucken
  • Starker Speichelfluss
  • Wunden, die leicht bluten und nicht heilen
  • Schwellungen im Mund
  • Fremdkörpergefühl
  • Taubheitsgefühl, das die Beweglichkeit der Zunge beeinträchtigt
  • Sprachbeschwerden
  • Zahnprothese sitzt nicht mehr richtig
  • Brennendes Gefühl in der Mundschleimhaut
  • Lockere Zähne
  • Kopfschmerzen
  • Nackenschmerzen
  • Chronischer Husten mit blutigem Auswurf
  • Angeschwollene Lymphknoten
  • Halsschmerzen
  • Ohrenschmerzen

  

Wie unterscheidet man Mundhöhlenkrebs von Aphten?

Aphten und Mundhöhlenkrebs im Frühstadium können durchaus ähnlich aussehen. In beiden Fällen kann es zu weissen Flecken im Mundbereich kommen. Aphten sind jedoch lediglich eine Überreaktion des Immunsystems aufgrund von Stress oder Erkrankungen und verschwinden meist unbehandelt nach etwa zwei Wochen wieder. Mundhöhlenkrebs heilt hingegen unbehandelt nicht ab, sondern wird schlimmer.

 

Lesen Sie mehr: Mündliche Aphten

Fortgeschrittenes Stadium

Wird Mundkrebs im Frühstadium nicht erkannt, verschlimmern sich die Symptome und es können neue hinzukommen:

  • Offene Stellen
  • Geschwülste
  • Müdigkeit/Energielosigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Verringertes Leistungsvermögen
  • Gewichtsabnahme
  • Metastasen in den Halslymphknoten und anderen Organen
  • Tumor durchbricht die Haut oder wächst in den Kieferknochen ein

Wo tritt Mundhöhlenkrebs auf?

Mundkrebs kann an allen Stellen im Mundbereich entstehen. Folgende Arten von Mundhöhlenkrebs gibt es:

  • Zungenkrebs (Fachbegriff: Zungenkarzinom)
  • Lippenkrebs (Fachbegriff: Lippenkarzinom)
  • Zahnfleischkrebs (Fachbegriff: Gingivakarzinom)
  • Mundbodenkrebs (Fachbegriff: Mundbodenkarzinom)
  • Gaumenkrebs (Fachbegriff: Gaumenkarzinom)
  • Kieferknochenkrebs (Fachbegriff: Kieferknochenkarzinom)
  • Mandelkrebs (Fachbegriff: Tonsillenkarzinom)
  • Speicheldrüsenkrebs (Fachbegriff: Parotistumor)

Mundhöhlenkrebs kann auch auf den Innenseiten der Wangen auftreten. Dafür gibt es allerdings keinen speziellen Fachbegriff.

Ursachen und Risikofaktoren: Wodurch entsteht Mundhöhlenkrebs?

Es ist bisher nicht eindeutig geklärt, warum es zur Entstehung von Mundkrebs kommt. Mediziner:innen vermuten, dass eine erbliche Komponente mit im Spiel ist. Wissenschaftlich erwiesen ist allerdings, dass gewisse Lebensgewohnheiten das Risiko einer Erkrankung an Mundhöhlenkrebs extrem erhöhen. In Ausnahmefällen kann Mundhöhlenkrebs allerdings auch ohne ersichtlichen Grund entstehen.

Mundkrebs durch Rauchen und Alkoholkonsum

Bei Menschen, die rauchen und regelmässig Alkohol trinken, ist das Risiko, an Mundhöhlenkrebs zu erkranken, im Vergleich zu Nichtraucher:innen, die nicht oder nur selten trinken, 30-mal höher. Das liegt daran, dass die im Tabak enthaltenen Nitrosamine in die Zellen eindringen und das Erbgut verändern können. Allerdings bekommt nicht jeder Raucher Mundhöhlenkrebs und auch nicht jeder Mundhöhlenkrebs-Patient ist Raucher. Etwa 25 Prozent der Betroffenen fallen nicht in diese Risikogruppe.

Gut zu wissen: 

Weniger krebserregend als Zigaretten scheint das schwedische rauchfreie Tabakprodukt Snus zu sein, das in den Mund gelegt wird und so direkt in die Blutbahn gelangt. Da der Tabak nicht verbrannt wird, entstehen keine zusätzlichen Giftstoffe durch die Erhitzung. Laut schwedischen Studien erhöht Snuskonsum das Risiko für Mundhöhlenkrebs nicht oder nur sehr leicht. Bevor du jetzt allerdings euphorisch von Zigaretten auf Snus umsteigst, solltest du wissen, dass Snus trotzdem krebserregende Nitrosamine enthält und die Mundschleimhaut schädigt. Ausserdem ist der Verkauf in der EU nur in Schweden gestattet. 

Schlechte Mundhygiene und Reizung der Schleimhaut

Auch eine schlechte Mundhygiene und ständige Reizungen der Mundschleimhaut – zum Beispiel durch schlecht sitzende Prothesen, Füllungen oder auch scharfe Zahnkanten – kommen als Ursachen für Mundhöhlenkrebs in Betracht. 

Humane Papillomviren (HPV)

In einigen Mundhöhlentumoren konnten humane Papillomviren (HPV) nachgewiesen werden. Diese Viren sind vor allem als Auslöser für Gebärmutterhalskrebs bekannt und können durch Oralverkehr übertragen werden. Ein erhöhtes Risiko, an Mundhöhlenkrebs zu erkranken, haben vor allem männliche Raucher, die mit mehr als fünf Frauen Oralsex hatten. HPV-Infektionen sind die Hauptursache von Mundhöhlenkrebs bei Menschen unter 30. Besonders häufig sind sie die Ursache für Mundhöhlenkrebs im Rachen und an den Mandeln. 70 Prozent der Karzinome an diesen Stellen sind HPV-bedingt. 

 

Lesen Sie mehr: Was ist bei einer HPV-Infektion zu tun?

Einseitige Ernährung

Auch eine einseitige Ernährung kann ein Risikofaktor für Mundkrebs sein. Das gilt besonders für eine sehr fleischhaltige Ernährungsform mit stark gebratenen Lebensmitteln. Beim Braten und Grillen von nitrithaltigen Lebensmitteln wie Pökelfleisch oder Wurst können krebserregende Nitrosamine entstehen. 

Diagnose: Wie erkennen Ärzte Mundkrebs?

Bei Verdacht auf Mundhöhlenkrebs solltest du möglichst schnell handeln, um eine weitere Ausbreitung des Krebsgeschwürs zu verhindern. Hier findest du wichtige Informationen zur Krebsdiagnose im Überblick:

Welcher Arzt hilft bei Verdacht auf Mundhöhlenkrebs?

Häufig erkennen Zahnärzt:innen, Hals-Nasen-Ohren-Ärzt:innen oder Kieferorthopäd:innen Auffälligkeiten in der Mundhöhle bei Kontrolluntersuchungen oder Behandlungen von anderen Erkrankungen im Mundbereich. Falls Verdacht auf Mundhöhlenkrebs besteht, kannst du die betroffene Stelle zunächst vom Hausarzt untersuchen lassen. Dieser wird dich gegebenenfalls dann zu einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder einem Onkologen – einem Facharzt für Krebs – überweisen. Teilweise bieten Zahnärzt:innen und Onkolog:innen auch spezielle Untersuchungen zur Früherkennung an. Bei allgemeinen Unsicherheiten sollte dein Hausarzt die erste Anlaufstelle sein.

Welche Untersuchungsverfahren kommen bei der Diagnose von Mundhöhlenkrebs zum Einsatz?

Bei Verdacht auf Mundkrebs untersucht die Ärztin oder der Arzt zunächst den Mund-Rachen-Raum gründlich mithilfe eines Endoskops und nimmt dabei Gewebeproben von verdächtigen Stellen (Biopsie), um eindeutig festzustellen, ob Tumorzellen vorhanden sind. Anhand der Gewebeprobe kann ermittelt werden, ob es sich bereits um einen Tumor oder eine Vorstufe von Mundhöhlenkrebs handelt, welche Art von Tumor es ist und wie aggressiv er ist.

Um den Schweregrad des Tumors zu ermitteln und mögliche Metastasen zu entdecken, können folgende zusätzliche Untersuchungsverfahren zum Einsatz kommen:

  • Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) vom Hals und vom Tumor selbst
  • Ultraschall der Halslymphknoten
  • Erstellung von Röntgenbildern des Ober- und Unterkiefers

Welche Diagnoseverfahren eingesetzt werden sollen, entscheidet der Arzt. 

Einstufung des Tumors

Die Art der Behandlung und auch die Heilungschancen hängen stark von der Grösse beziehungsweise Ausbreitung des Tumors zum Diagnosezeitpunkt sowie den Eigenschaften des Tumorgewebes ab.

 

Bestimmung der Ähnlichkeit mit normalen Schleimhautzellen

Je mehr Ähnlichkeiten die Tumorzellen noch mit gesunden Zellen haben, desto besser stehen die Behandlungschancen. Mediziner:innen unterscheiden hier vier Tumorgrade:

  • G1: Die Tumorzellen haben noch eine grosse Ähnlichkeit mit gesunden Zellen. Das bedeutet, dass der Tumor weniger aggressiv und bösartig ist.
  • G2: Die Tumorzellen unterscheiden sich bereits stärker von den gesunden Mundschleimhautzellen; der Tumor ist bösartiger.
  • G3: Die Tumorzellen haben nur noch wenig Ähnlichkeit mit dem gesunden Gewebe und der Tumor ist bösartig und aggressiv. Es kann zu Metastasen kommen.
  • G4: Der Tumor ist sehr bösartig und das Tumorgewebe hat keine Ähnlichkeit mehr mit dem normalen Gewebe. Er wächst sehr schnell und kann ebenfalls Metastasen bilden. 

 

TNM-Klassifikation

Ausserdem verwenden Mediziner:innen weltweit die TNM-Klassifikation, um die Tumorgrösse sowie das Vorhandensein von Lymphknotenbefall und Metastasen zu bestimmen.

Tumorgrösse (T):

  • T0: kein Tumor nachweisbar
  • TiS: Vorstufe von Mundhöhlenkrebs, die nur die oberste Zellschicht betrifft
  • T1: Tumorgrösse an der weitesten Stelle weniger als zwei Zentimeter
  • T2:Tumorgrösse an der weitesten Stelle zwischen zwei und vier Zentimeter
  • T3: Tumorgrösse an der weitesten Stelle mehr als vier Zentimeter
  • T4: Der Tumor hat sich auf benachbartes Gewebe ausgeweitet (zum Beispiel Gefässe, Nerven oder Knochen); unabhängig von der Grösse. 

 

Befall von Lymphknoten (N):

  • N0: Kein Lymphknotenbefall.
  • N1: Ein Lymphknoten ist befallen
  • N2: Mehrere Lymphknoten sind befallen.

 

Metastasen (M):

  • M0: Es wurden keine Metastasen gefunden.
  • M1: Es haben sich Metastasen gebildet.

 

Die Chancen einer erfolgreichen Behandlung sind höher, je geringer die TNM-Werte ausfallen, da es sich dann um einen kleinen, örtlich begrenzten Tumor ohne Metastasenbildung handelt.

Behandlung von Mundhöhlenkrebs

Welche Behandlung am besten geeignet ist, entscheidet nicht ein Arzt allein, sondern ein gesamtes Behandlungsteam mit Vertreter:innen folgender Fachgebiete:

  • Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
  • Zahnheilkunde
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
  • Strahlentherapie
  • Onkologie
  • Pathologie
  • Radiologie
  • Bei Bedarf: Neurochirurgie und Plastische Chirurgie

In Spezialkliniken für Mundhöhlenkrebs treffen sich die Spezialist:innen in sogenannten Tumorkonferenzen, um individuelle Patientenfälle zu besprechen und die bestmögliche Behandlungsstrategie zu empfehlen. Die endgültige Entscheidung liegt allerdings beim Patienten.

Hier werden wir die gängigen Behandlungsformen von Mundhöhlenkrebs übersichtlich vorstellen. Ausführlichere Informationen findest du im Blauen Ratgeber der Deutschen Krebshilfe oder der Patientenleitlinie Mundhöhlenkrebs – einer umfangreichen Broschüre, die in Zusammenarbeit der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF), der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. (DKG) und der Stiftung Deutsche Krebshilfe für Betroffene erstellt wurde. Dort findest du auch wichtige Informationen über Patientenrechte.

Kurative Behandlung und palliative Behandlung

Ist der Mundkrebs noch relativ klein und örtlich begrenzt, stehen die Chancen auf Heilung gut. In dem Fall spricht man von einer kurativen Therapie. Das bedeutet, dass das Behandlungsziel die vollständige Entfernung des Tumors ist.

Wenn der Mundhöhlenkrebs allerdings bereits so weit fortgeschritten ist, dass keine Heilung mehr zu erwarten ist, weil sich beispielsweise Metastasen in lebenswichtigen Organen gebildet haben und das Endstadium der Erkrankung erreicht ist, spricht man von der sogenannten palliativen Behandlung. Hierbei ist das Ziel nicht die Entfernung des Tumors und Bekämpfung der Krebserkrankung, sondern die Verbesserung der Lebensqualität, Linderung von Beschwerden und Verlängerung des Lebens. Hier kommen beispielsweise Medikamente zum Einsatz, die das Wachstum des Tumors aufhalten sollen (Chemotherapie). 

Operation und Rekonstruktion bei Mundkrebs

Bei der kurativen Behandlung von Mundhöhlenkrebs ist eine operative Entfernung des Tumors unter Vollnarkose meistens die erste Wahl. Dabei müssen Chirurg:innen auch einen Teil des gesunden Gewebes als Sicherheitsabstand mit entfernen. So ist es wahrscheinlicher, dass der Tumor komplett entfernt wird und nicht erneut auftritt. Falls die Lymphknoten bereits befallen sind, werden sie ebenfalls entfernt. Auf der befallenen Seite entfernen Chirurg:innen die Halslymphknoten häufig als Vorsichtsmassnahme, auch wenn kein Befall von Krebszellen festgestellt werden konnte. Bei 20 bis 40 Prozent der Mundhöhlenkrebspatient:innen bestehen nämlich versteckte Metastasen in den Lymphknoten, die so klein sind, dass sie über bildgebende Verfahren nicht entdeckt werden können

Häufig erfolgt die Rekonstruktion der betroffenen Stelle in derselben Operation. Dazu transplantiert ein Chirurg – sofern möglich – körpereigenes Gewebe wie zum Beispiel Haut, Muskeln oder Knochen von einer anderen Körperstelle an die betroffene Stelle. Es können aber auch Kunststoffe oder Metalle zum Einsatz kommen. Bei der Rekonstruktion geht es einerseits darum, dass wichtige Funktionen wie Kauen, Sprechen, Atmen und Schlucken normal erfolgen können, andererseits versuchen Chirurg:innen dabei auch, das äussere Erscheinungsbild weitestgehend wiederherzustellen. Nicht immer können Entfernung des Tumors und Rekonstruktion in derselben Operation untergebracht werden. Eventuell sind eine oder mehrere Operationen im Anschluss notwendig.

Falls der Tumor nicht vollständig entfernt werden kann, schliesst sich in der Regel eine Strahlentherapie und/oder Chemotherapie an.

Bestrahlung bei Mundhöhlenkrebs

Die Strahlentherapie ist eine wichtige Massnahme in der kurativen Behandlung und kann entweder alleine oder auch in Kombination mit einer Operation oder Chemotherapie eingesetzt werden. Es besteht dabei Aussicht auf Heilung. Bei der Bestrahlung richtet der Strahlentherapeut hochenergetische Röntgenstrahlen direkt auf den Tumor, sodass die Krebszellen sich nicht weiter teilen können und absterben. Das Gewebe um den Tumor herum wird mit einer geringeren Intensität bestrahlt. Die Bestrahlung teilt sich auf mehrere Sitzungen auf – in der Regel fünfmal pro Woche über einen Zeitraum von fünf bis sieben Wochen.

Die Strahlentherapie greift auch gesunde Zellen an. Allerdings erlaubt die aktuelle Technik, dass die Strahlen zielgerichtet auf den Tumor gesendet werden können und deshalb vor allem Krebszellen abtöten. Die einzelnen Behandlungssitzungen dauern in der Regel nur wenige Minuten.

Meistens erfolgt die Bestrahlung von aussen durch die Haut. In Einzelfällen – bei sehr kleinen Tumoren, die nicht schnell wachsen – kann die Bestrahlung auch von innen erfolgen.

Mögliche Nebenwirkungen der Strahlentherapie:

  • Reizung von Haut und Schleimhaut
  • Mundtrockenheit
  • Beeinträchtigung des Geschmackssinns
  • Beschwerden beim Schlucken
  • Wassereinlagerungen
  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit

Eine Bestrahlung kann ausserdem das Risiko erhöhen, dass sich ein zweiter Tumor bildet.

Medikamentöse Behandlung von Mundhöhlenkrebs

Bei medikamentösen Behandlungsformen unterscheidet man zwischen Chemotherapie und Immuntherapie. Es können auch beide Behandlungsformen gleichzeitig als Chemoimmuntherapie zum Einsatz kommen.

 

Chemotherapie

Bei der Chemotherapie bekommen Patienti:innen Medikamente, die die Zellteilung verhindern, damit sich der Tumor nicht weiter ausbreiten kann. Die Chemotherapie kann bei der kurativen Behandlung als Ergänzung zur Operation oder Strahlentherapie und bei der palliativen Behandlung als alleinige Behandlungsmassnahme zum Einsatz kommen. Sie erfolgt in der Regel im Krankenhaus. Dabei werden die Medikamente meistens über mehrere Tage verteilt als Flüssigkeit in eine Vene geleitet. Die Behandlung wird in bestimmten Abständen wiederholt – jeweils mit einer Pause von zwei bis drei Wochen. Wie lange die Chemotherapie dauert, hängt davon ab, wie der Tumor darauf reagiert und wie der Patient sie verträgt.

Die Chemotherapie hemmt leider nicht nur die Zellteilung der sich schnell vermehrenden Krebszellen, sondern auch die von gesunden Körperzellen, die sich ähnlich schnell teilen. Deshalb bringt die Chemotherapie eine Reihe von Nebenwirkungen mit sich:

  • Erbrechen, Übelkeit, Durchfall
  • Haarausfall
  • Hautprobleme
  • Entzündungen der Mundschleimhaut
  • Erschöpfung und Müdigkeit
  • Geschwächtes Immunsystem
  • Mangel an roten oder weissen Blutzellen; Beeinträchtigung des Blutbildes
  • Schädigung von Nieren, Leber, Knochenmark und Gehör
  • Mundtrockenheit
  • Störung der Speicheldrüsenfunktion

Gut zu wissen: 

Eine sehr häufige Nebenwirkung von Chemotherapie und Strahlentherapie ist Mundtrockenheit. Medikamente und Bestrahlung können die Mundschleimhaut beschädigen und die Funktion der Speicheldrüsen beeinträchtigen – häufig dauerhaft. Dadurch kommt es zu einem geringeren Speichelfluss. Der Speichel kann sich dann dickflüssig und klebrig anfühlen. Allerdings ist Speichel wichtig für die Zahngesundheit. Er remineralisiert den Zahnschmelz und schützt so vor Karies.

Um deine Zähne zu schützen, kannst du eine Zahnpasta verwenden, die die Speichelproduktion anregt – zum Beispiel die Zahnpasten aus der Enzycal Reihe von Curaprox, die drei natürliche Enzyme enthalten, die auch im Speichel selbst vorkommen.  

Immuntherapie

Die Immuntherapie kommt entweder alleine oder in Kombination mit einer Chemotherapie bei der palliativen Behandlung von Mundhöhlenkrebs zum Einsatz. Bei der Immuntherapie bekommen Patient:innen Medikamente, die die körpereigene Immunabwehr gegen Krebszellen aktivieren. Bei einem Krebsbefall ist es nämlich so, dass die Krebszellen das Immunsystem überlistet haben, um sich unerkannt vermehren können. Dazu nutzen sie sogenannte “Checkpoints” als Verbrüderungsmoleküle, die Immunzellen davon abhalten, sie abzutöten. Die Medikamente bei einer Immuntherapie enthalten Antikörper, die Checkpoints blockieren können und somit die Tarnung der Krebszellen offenlegen. So erkennt das Immunsystem die Krebszellen. Patient:innen bekommen die Medikamente ebenfalls als Infusion.

Mediziner:innen erwarten, dass die Immuntherapie weniger Nebenwirkungen auf gesunde Zellen hat als die Chemotherapie. Es kann allerdings trotzdem zu starken Nebenwirkungen kommen:

  • Hautausschläge
  • Juckreiz
  • Magnesiummangel
  • Fieber
  • Schüttelfrost
  • Schwindel
  • Atemnot
  • Entzündung der Mundschleimhaut
  • Erhöhte Leberwerte
  • Kopfschmerzen
  • Durchfall, Übelkeit, Erbrechen

Rehabilitation 

Nach der Behandlung von Mundhöhlenkrebs folgt in der Regel die Rehabilitation – umgangssprachlich Reha genannt, um Patient:innen sowohl körperlich als auch psychisch wieder auf die Rückkehr in den Alltag vorzubereiten. Die Reha kann entweder in einer speziellen Reha-Klinik oder auch ambulant stattfinden. Der Aufenthalt in einer Rehaklinik dauert in der Regel drei Wochen. Expert:innen für Physiotherapie, Psychologie, Medizin, Krankenpflege und soziale Arbeit erstellen dort ein Programm, das die Wiedereingliederung in den Alltag erleichtern soll. Auf der Tagesordnung stehen zum Beispiel Bewegungstherapie, Entspannungstechniken, Ernährungsberatung, psychologische Beratung und Gruppentherapie, aber auch weiterführende Informationen über die Krankheit.

Nachsorge

Da Mundhöhlenkrebs auch nach erfolgreicher Operation oder Bestrahlung wieder auftreten kann, ist es wichtig, dass Patient:innen regelmässig zu Nachsorgeuntersuchungen gehen, damit eventuelle Rückfälle, Metastasen oder Zweittumore möglichst früh erkannt und behandelt werden können. Die Nachsorgeuntersuchungen können beim Hausarzt oder einem Facharzt für Onkologie stattfinden.

Unterstützende Behandlungsmassnahme

Bei einer Krebsbehandlung geht es nicht nur um das Bekämpfen des Tumors, sondern auch darum, die Nebenwirkungen der Behandlung möglichst gering zu halten. Deshalb kommen parallel häufig folgende Behandlungen zum Einsatz:

 

Zahnärztliche Behandlung    

Zu den häufigsten Nebenwirkungen bei der Bestrahlung von Mundkrebs zählen Entzündungen der Mundschleimhaut und dauerhafte Mundtrockenheit. Ausserdem kann es zu Schäden an Zähnen, Kieferknochen und Speicheldrüsen kommen. Werden die Speicheldrüsen dabei dauerhaft verletzt, entfällt die kariesschützende Wirkung des Speichels und die Zähne sind allgemein anfälliger für Karies (Strahlenkaries). Müssen während der Behandlung Zähne gezogen werden, heilen die Wunden deutlich schlechter. Deshalb ist es wichtig, dass ein Zahnarzt die Mundhöhle vor der Behandlung gründlich untersucht und vorbereitet: Der Zahnarzt entfernt dabei Beläge und Zahnstein, setzt Füllungen und zieht gegebenenfalls auch Zähne.

Wichtig: Prothesenträger:innen sollten ihre Prothese während der Krebsbehandlung nicht tragen. So können sie die Entstehung von schlecht heilenden Druckstellen vermeiden.

Gut zu wissen: 

Bei etwa 60 Prozent der Krebspatient:innen kommt es während der Behandlung zu Entzündungen oder Geschwülsten in der Mundschleimhaut. Damit die Zähne in Nähe der Entzündung trotzdem noch gründlich gereinigt werden können, empfiehlt sich eine spezielle Zahnbürste wie die CS Surgical von Curaprox, die auch nach Zahn-OPs zum Einsatz kommt und in Wundnähe verwendet werden kann.

Ernährung bei Mundhöhlenkrebs

Während der Behandlung von Mundhöhlenkrebs kann es zu Entzündungen und Schmerzen in der Mundschleimhaut kommen, die das Essen und Kauen stark erschweren. In dieser Zeit sollten Betroffene am besten vor allem pürierte und weiche Nahrungsmittel zu sich nehmen und auf säurehaltige Lebensmittel wie Orangen und Zitronen verzichten. Vorübergehend kann auch eine künstliche intravenöse Ernährung notwendig werden.

 

Logopädische Behandlung  

Durch einen operativen Eingriff zur Behandlung von Mundhöhlenkrebs kann auch das Sprachvermögen beeinträchtigt werden. Es kann ausserdem zu Schluckstörungen kommen. Das gilt besonders, wenn Teile der Zunge entfernt werden mussten. Eine logopädische Therapie ist deshalb häufig Teil der Krebsbehandlung und hat das Ziel, das Sprachvermögen wiederherzustellen.

 

Psychoonkologische Betreuung

Die Diagnose Mundhöhlenkrebs kann Betroffene schwer treffen und Ängste sowie Depressionen auslösen. Deshalb stehen bei der Krebsbehandlung auch Psychoonkolog:innen zur Seite. Dabei handelt es sich um Psycholog:innen, die sich auf die Betreuung von Krebspatient:innen spezialisiert haben und diese seelisch unterstützen. Häufig hilft es Betroffenen, wenn sie ihre Erfahrungen mit der Erkrankung sowie Ängste und Sorgen mit einem Aussenstehenden teilen können. Auch Angehörige können in die psychoonkologische Betreuung eingebunden werden.

Zusätzliche Hilfsangebote

Es gibt zahlreiche Hilfsorganisationen, die umfassend über Krebs informieren und auch Hilfestellungen im Alltag und Antworten auf rechtliche Fragen bieten. Dazu gehören zum Beispiel Selbsthilfeorganisationen, Sozialdienste und Krebsberatungsstellen. Ausserdem gibt es spezielle Programme für Angehörige von krebskranken Menschen. Anlaufstellen sind hier Krankenkassen oder Hilfsorganisationen.

Prophylaxe: Was du tun kannst, um Mundhöhlenkrebs vorzubeugen

Damit es erst gar nicht zu Mundkrebs kommt, kannst du glücklicherweise einiges tun. Über die Hauptursachen hast du nämlich volle Kontrolle: 

Mit dem Rauchen aufhören und Alkoholkonsum minimieren

Raucher:innen, die regelmässig Alkohol konsumieren, haben – wie bereits erwähnt – ein bis zu 30-mal höheres Risiko, an Mundhöhlenkrebs zu erkranken, als Menschen, die weder rauchen noch regelmässig trinken. Falls du also rauchst und regelmässig trinkst, solltest du diese Lebensgewohnheiten lieber noch einmal überdenken.

Rauchen erhöht übrigens nicht nur das Risiko für Mundkrebs, sondern ist eigentlich bei allen Krankheiten, die den Mund und die Zähne betreffen, ganz oben auf der Liste der Risikofaktoren mit dabei – von Mundtrockenheit über Karies bis hin zu Parodontitis. Auch deine Lungen werden es dir danken, wenn du mit dem Rauchen aufhörst, und die Leber freut sich, wenn sie nicht regelmässig den Giftstoff Alkohol abbauen muss. 

Gründliche Mundhygiene

Auch schlechte Mundhygiene ist ein Risikofaktor für Mundhöhlenkrebs. Obwohl das tagtägliche Zähneputzen etwas wirklich Alltägliches ist, machen hier viele Menschen Fehler – häufig, ohne es zu wissen. Hier findest du eine kurze Übersicht über die wichtigsten Elemente einer gründlichen Mundhygiene:

  • Morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen jeweils drei Minuten lang die Zähne putzen.
  • Dabei die Zahnbürste im 45-Grad-Winkel zum Zahnfleisch halten (schräg nach oben im Oberkiefer und schräg nach unten im Unterkiefer) und mit einer Hälfte die Zähne, mit der anderen das Zahnfleisch bedecken.
  • Mit wenig Druck und sanften, kreisenden Bewegungen von einer Seite zur anderen putzen (im Ober- und Unterkiefer jeweils nacheinander Innenseiten, Außenseiten und Kauflächen)
  • Zum Zähneputzen eine weiche Zahnbürste und fluoridhaltige Zahnpasta verwenden
  • Einmal täglich die Zahnzwischenräume mit einer Interdentalbürste reinigen
  • Einmal täglich die Zunge mit einem Zungenschaber reinigen 

Gut zu wissen: 

Unsere Zahnbürste CS 5460 wird von Zahnärzt:innen auf der ganzen Welt empfohlen, weil sie mit ihren 5’460 superweichen Borsten für eine besonders gründliche und zahnfleischschonende Reinigung sorgt.

Es gilt nämlich: Je mehr Borsten auf einer Zahnbürste sind, desto gründlicher ist der Reinigungseffekt und desto weicher müssen die Borsten sein. Zum Vergleich: Herkömmliche Zahnbürsten haben oft nur etwa 500 Borsten. Wer es gerne ganz besonders sanft mag, kann auch gerne zur CS 12460 velvet – greifen – dem Samthandschuh unter den Zahnbürsten mit 12’460 superweichen Borsten.

Regelmässige Kontrolluntersuchungen

Als Ergänzung zum gründlichen Zähneputzen zu Hause solltest du dich regelmässig beim Zahnarzt durchchecken lassen. Den geschulten Ärzte-Augen fallen Auffälligkeiten an der Mundschleimhaut nämlich wahrscheinlich eher auf als dir selbst. So kann dein Zahnarzt dir empfehlen, die Stelle von einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt einmal genauer untersuchen zu lassen.

Mundraum selbst beobachten

Schau dir deinen Mundraum regelmässig genau an und beobachte, wie sich etwaige Auffälligkeiten entwickeln. Das gilt besonders für weissliche, graue oder rote Flecken sowie raue oder verhärtete Stellen. Wie bereits erwähnt, solltest du solche Stellen lieber ärztlich abklären lassen, wenn sie nicht von selbst innerhalb von 14 Tagen verschwinden.

Die Initiative “Let’s Talk About Mouth Cancer” empfiehlt dafür den 5-Punkte-Check. Dazu benötigst du lediglich einen Spiegel und deine Hände:

  1. Lippen nach oben beziehungsweise unten ziehen und auf Verhärtungen, Knoten und Unebenheiten untersuchen.
  2. Wangen jeweils nacheinander zur Seite ziehen und auf weisse und rote Flecken untersuchen und mit Daumen und Zeigefinger abtasten.
  3. Zunge herausstrecken und von allen Seiten nach Auffälligkeiten wie Verfärbungen und Flecken untersuchen. Dabei die Zunge jeweils nach rechts beziehungsweise links bewegen und für die Untersuchung der Unterseite anheben.
  4. Mundboden untersuchen. Dafür die Zunge an den Gaumen heben und den Kopf neigen. Taste den Mundboden vorsichtig mit dem Zeigefinger ab und untersuche ihn auf Knoten, Schwellungen und Geschwüre.
  5. Mund weit öffnen und in den Nacken legen, um die Oberseite des Mundes untersuchen zu können. 


      

Quellen

Brosius, Alexa: Nitrosamine: Entstehung, Aufnahme und Auswirkungen auf die Gesundheit. Auf: utopia.de

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Kopf-Hals-M.U.N.D.-Krebs e.V.: Wie erkenne ich Wie erkenne ich Kopf-Hals-Mund-Krebs?

Krebsliga: Mundhöhlenkrebs.

Leitlinienprogramm Onkologie (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF), der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. (DKG) und der StiftungDeutsche Krebshilfe(: Patientenleitlinie Mundhöhlenkrebs.

Let’s Talk about Mouth Cancer: #mouthcheck.

Leitlinienprogramm Onkologie: S3-Leitlinie Diagnostik und Therapie des Mundhöhlenkarzinoms.

Liebehenschel, Nils et al.: Teenager und schon Mundkrebs, at: quintessence-publishing.com.

NetDoktor: Mundkrebs.

Niedersächsische Krebsgesellschaft: Krebs - was ist das?.

Patienten-Information.de: Mundhöhlenkrebs – Risikofaktoren und Anzeichen.

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Union for International Cancer Control (UICC):TNM Classification of Malignant Tumours.

Universitätsklinikum Düsseldorf: Mundhöhlenkarzinom.

Universitätsmedizin Mannheim: Mundhöhlenkrebs.

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